
Molly Ng
Molly Ng
Südostasien, Ostasien
Was hat Sie motiviert, als Trainer:in/ Consultant/ Coach:in zu arbeiten?
Mich fasziniert, wie unterschiedlich Menschen die Welt wahrnehmen und wie bereichernd es sein kann, diese Unterschiede zu überbrücken. Ich habe die Brücke zwischen Asien und Europa selbst geschlagen, als ich als junge Frau nach Deutschland kam. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie entscheidend kulturelles Verständnis für eine erfolgreiche Integration und Zusammenarbeit ist. Das Studium der Südostasienwissenschaft und Psychologie hat den Weg in die interkulturelle Trainings- und Beratungswelt geebnet. Besonders motivierend ist es für mich, wenn anfängliche Unsicherheit in Vertrauen und echte Kooperation übergeht.
Was bereitet Ihnen am meisten Freude an Ihrer Arbeit?
Am meisten Freude bereitet mir der Moment, wenn ein Perspektivwechsel gelingt – wenn aus einem „Aha-Erlebnis“ echtes Verständnis entsteht. Ich schätze den persönlichen Austausch, die Reflexion und das gemeinsame Lernen mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Kontexten. In meiner Arbeit bringe ich neben fachlichem Know-how auch meine eigenen Erfahrungen ein. Das schafft Nähe und Authentizität.
Und ich habe einen ständigen Kontakt zu Asien über meine Arbeit. Das gibt mir die Erfüllung und das Gefühl, im ständigen Kontakt zu Asien zu sein, obwohl ich meistens mehrere Tausend Kilometer entfernt bin.
Was zeichnet Ihre Arbeit aus?
Meine Arbeit zeichnet sich durch kulturelle Sensibilität, systemischem Denken und einen starken Praxisbezug aus. Ich verbinde interkulturelles Fachwissen mit aktuellen Erkenntnissen – etwas aus der Neurowissenschaft – und richte den Fokus stets auf die konkrete Arbeitsrealität meiner Kund:innen. Mein Ansatz ist interaktiv, ressourcenorientiert und zielgruppenangepasst. Meine Teilnehmer:innen lernen, Zwischentöne in der Kommunikation zu hören und andere Denk- und Handlungsweisen wertschätzend zu integrieren.
Was bedeutet die Zusammenarbeit mit intercultures für Sie?
Die Zusammenarbeit mit intercultures hat für mich eine besondere Bedeutung – sie war quasi der Startpunkt meiner beruflichen Laufbahn als interkulturelle Trainerin. Über eine Empfehlung lernte ich Stefan Meister kennen, der mich am Flughafen Stuttgart interviewte. Kurz darauf erhielt ich meinen ersten Auftrag.
Die Zusammenarbeit hat mich ermöglicht, meine Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln und in vielfältigen Projekten zu wachsen. Stefan und sein Team haben immer ein offenes Ohr für mich. Die Zusammenarbeit zeichnet sich durch Respekt, Offenheit und einen hohen Qualitätsanspruch aus. Ich bin stolz, Teil dieses Netzwerks zu sein!
Welches Thema im Bereich internationaler Personalentwicklung finden Sie besonders spannend?
Aktuell finde ich das Thema „psychologische Sicherheit in interkulturellen Teams“ besonders spannend. Gerade in virtuellen und hybriden Arbeitssettings wird deutlich, wie entscheidend Vertrauen, Fehlerfreundlichkeit und kulturelle Offenheit für eine nachhaltige Teamleistung sind.
Dabei spielen unbewusste Vorurteile, Kommunikationsstile und Führungskulturen eine große Rolle. Ich beschäftige mich damit, wie man in diversen Teams Räume schafft, in denen alle ihre Perspektive einbringen können – das ist für mich eine Schlüsselkompetenz für eine zukunftsfähige internationale Zusammenarbeit.